Tag 15: Bačka Palanka bis Novi Sad

Stromkilometer: 1299 – 1258, 4,5 Stunden

Die Zufahrt zum Yachtclub Liman wurde ebenfalls als versandt angegeben. (Jö!) Erfreulicherweise erreiche ich Mirjana vom Yachtclub und es macht sich wieder einmal ein Zollstock auf den Weg. Die Kommunikation erfolgt per WhatsApp. Sie haben einen Platz und es sollte sich mit der Tiefe ausgehen. Und dann bekomme ich noch eine Flugaufnahme des Liegeplatzes. Ich bin im Himmel! Die Internetverbindung gibt 10 Minuten nach dem Austausch auf, wieder mal Glück gehabt.

Direkt neben der Einfahrt ist ein Badestrand, der bei dem heißen Wetter bummvoll ist. Wir nähern uns also wieder in Schleichfahrt an und bleiben prompt stecken.
Ein Mann läuft vom Strand auf uns zu und springt mit einem langen Ast in der Hand ins Wasser. Er beginnt damit zu fuchteln und zeigt uns so den Weg in den Hafen.
Nämlich da, wo er „absäuft“. Deshalb hat er den Ast mit, denn den Mann sehen wir ja nicht mehr. Das ist so unglaublich nett, dass ich gar nicht weiß, was ich sagen soll.
Dank dieser Hilfe und mit ein bisschen hin und her landen wir schließlich wohlbehalten am richtigen Liegeplatz, wo bereits Marjana mit zwei Männern auf uns wartet und beim Anlegen hilft.
Das Leben kann so einfach sein.

Do samma.

Freizeitparadies Liman

Im Seitenarm gegenüber von unserem Liegeplatz gibt es eine Hausboot-Siedlung. Hier sind Gartenhütten, Wohnwagen und allerlei Konstruktionen auf Pontons verbaut.
Bauordnung? Unbekannt. Und doch haben alle das Unwetter überstanden.
Hier schaffen sich Menschen kleine Paradiese – schön zu sehen.

Wir fahren Schlauchboot!

Jetzt ist endlich auch die Zeit und Gelegenheit, das Schlauchboot in Betreib zu nehmen. Wir lassen es das erste Mal zu Wasser, nachdem wir die SEHR sorgfältige Verknotung in der Kuchelau geöffnet haben. Herbert rudert zunächst eine Runde und montiert dann (Premiere!) den Motor. Läuft.
Der Arm ist nicht sehr lang, aber die bunten Hausboote und die vielen, kleinen Boote geben uns erstmals richtiges Urlaubsfeeling.

Es sind weitere Unwetter angesagt. Da wir ja nie wissen, ob und wo wir abends einen sicheren Platz finden werden, beschließen wir, diese Gewitterzellen in Novi Sad abzuwettern.
Mit Windy beobachten wir akribisch, was sich wohin verzieht. Das Zentrum soll sich genau zwischen Novi Sad und unserem nächsten Ziel Belgrad befinden.

Abwettern in Novi Sad

Also verzurren wir alles, legen noch ein paar zusätzliche Leinen und hoffen, dass die Gegend nicht innerhalb weniger Tage zwei Mal mit solcher Wucht getroffen wird.

Es ziehen ein paar Zellen durch, weitaus nicht so schlimm wie erwartet. Trotzdem bin ich bei sowas lieber im Hafen.

Nachdem sich das alles verzogen hatte, kühlt es deutlich ab. Da ist nach der brüllenden Hitze in der letzten Zeit sehr angenehm. Wir kochen Tee, packen die Jacken aus und erkunden die hübsche Altstadt von Novi Sad:

Am Abend ein letzter Blick auf den Hafen.
Morgen geht es weiter nach Belgrad.

3 Antworten auf „Tag 15: Bačka Palanka bis Novi Sad“

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