Tag 14: Apatin bis Bačka Palanka

Stromkilometer: 1402 bis 1299 – 8,5 Stunden

Einst steht fest: Rekorde werden wir nicht brechen. Das liegt einerseits am Wasserstand und der damit verbundenen Unsicherheiten, andererseits aber auch an uns.
Nach den letzten mehr als intensiven Monaten und aufgrund der brüllenden Hitze gehen wir es sehr ruhig an. Das bedeutet auch Siesta am Nachmittag. Ein Buch zu halten ist bereits Anstrengung genug.
Doch so gehts natürlich nicht weiter und daher machen wir uns schließlich nach Bačka Palanka auf. Dort gibt es einen Ankersee und es sollte tief genug für uns sein.

Der Weg dorthin ist nicht sehr spektakulär, Donau halt.
Ein paar Sachen gibts aber schon zu sehen:

Unwetter in der Region Bačka

Und dann wird es merkwürdig. Über viele Kilometer sind fast alle Bäume in der Mitte abgeknickt. Die Kronen, die noch da sind, zeigen parallel zum Fluss. Offensichtlich ist hier ein Unwetter durchgezogen.
Treibgut gibt es nicht, daher vermuten wir zunächst, dass das schon einige Zeit her war.

Leider habe ich da nur ein Foto gemacht und man sieht die Verwüstung nicht so wie in natura. Dieser Anblick sollte uns bis Novi Sad begleiten. Dort erfuhren wir dann, dass am Freitag, also zwei Tage zuvor ein fürchterliches Unwetter durchgezogen ist, das riesige Schäden verursacht hatte. Ein Kind ist ums Leben gekommen, die gesamte Ernte wurde vernichtet und alleine in Novi Sad fielen dem Sturm mehr als 1000 Bäume zum Opfer, darunter uralte Platanen.

Nach dem eigentlichen Plan und wenn es in Apatin nicht so heiß und die Donau nicht so niedrig gewesen wäre, wären wir da mitten rein gefahren. Das hätten wir mit Sicherheit nicht ohne Schäden überstanden.
Zu meinen Apps gesellt sich jetzt neben Ankeralarm die Unwetterwarnung.

Ankern in Bačka Palanka

Der Ankersee bei Bačka Palanka soll bis zu 3 Meter tief sein. Wir finden die Zufahrt in den Bagar Altarm bei dem roten Portalkran sofort und schleichen uns nach hinten.
Die tatsächliche Tiefe beträgt über 4 Meter! Möglicherweise hängt das mit dem Unwetter zusammen, von dem wir da allerdings noch nichts wussten.
Die Bilder des Ankersees entsprechen (wie so oft) nicht so wirklich der Realität. Am Ufer steht eine riesige Fabrik, vermutlich ein Kieswerk, dessen Motoren die ganze Nacht brummen. (Ist laut und schirch und ohne Foto)
Wie so oft in letzter Zeit, liegt zwischen „idyllisch“ und „grindig“ oft nicht einmal eine viertel Drehung des Kopfs. Von letzterem gibts allerdings nie Fotos vorab.

Dieses Mal gibt es auch fast keine Verwurschtelungen beim Anker und so verbringen wir gut geschützt die Nacht. Es scheint, als würde sich unsere Hopperla-Frequenz verbessern.

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